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Nach den Parlamentswahlen, vor den Präsidentschaftswahlen: Politische Lage im Kosovo

Bei den Parlamentswahlen Ende Dezember 2025 errang Premierminister Albin Kurti mit seiner Partei Vetëvendosje mit 51,1 Prozent der Stimmen einen überzeugenden Wahlsieg. Infolgedessen konnte er vor wenigen Wochen eine neue Regierung mit stabiler Mehrheit im Parlament bilden und damit die monatelange politische Blockade überwinden, die nach den Wahlen im Februar 2025 entstanden war.

Am 4. März steht im Parlament die Wahl des Staatsoberhaupts an. Als Favoritin gilt die Amtsinhaberin Vjosa Osmani. Sollte jedoch keine:r der Kandidat:innen die erforderliche Mehrheit erreichen, würde das Parlament aufgelöst und das Land stünde erneut vor Wahlen. Dieses Szenario gilt derzeit als unwahrscheinlich, da keine Partei ein Interesse an Neuwahlen hat und der Kosovo vor erheblichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen steht, die rasch angegangen werden müssen.

Analyse von Expert:innen

Vor diesem Hintergrund analysierten wir am 25. Februar gemeinsam mit internationalen Expert:innen zentrale Fragen zur aktuellen Lage im Kosovo: Was sind die Gründe für den Wahlsieg Albin Kurtis? Wie ist seine Partei Vetëvendosje politisch einzuordnen – sozialdemokratisch und/oder linksnationalistisch? Vor welchen großen Herausforderungen stehen Kurtis Regierung und das Land insgesamt? Welche Maßnahmen braucht es, um die serbische Minderheit besser zu integrieren?

Donika Emini skizzierte in ihrem einleitenden Briefing die wichtigsten Entwicklungen und Hintergründe. Anschließend brachten Bekim Baliqi und Frauke Seebass ihre Expertise und unterschiedlichen Perspektiven in die Diskussion ein.

Die Podiumsdiskussion wurde gemeinsam mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) sowie dem Campus Tivoli der ÖVP organisiert und in deutscher und englischer Sprache abgehalten.

Begrüßung

Lukas Mandl
Mitglied des Europäischen Parlaments; Vorstandsmitglied des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), Wien

Briefing (auf Englisch)

Donika Emini
Centre for Southeast European Studies, Universität Graz / Balkans in Europe Policy Advisory Group

Diskussion (auf Deutsch)

Bekim Baliqi
Universität Pristina

Frauke M. Seebass
Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

Moderation

Péter Techet
Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), Wien

 

Die Diskussion fand in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) und dem Campus Tivoli der ÖVP statt.

Projektleitung