Richard Robert Wagner
Der Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“ geht an Johann Dvořák, Sabine Lichtenberger und Brigitte Pellar für ihr umfassendes Werk „Richard Robert Wagner. Gewerkschaft, Bildung und die politische Kultur der Moderne in Wien“ (Böhlau, 2025). Die drei Historiker:innen legen mit einer kommentierten zweibändigen Werkauswahl Richard Robert Wagners einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung seines umfassenden Lebenswerks und der Geschichte der Wiener Moderne vor. Dadurch werden auch wichtige Impulse zu aktuellen Auseinandersetzungen um Demokratie und Emanzipation allgemein zugänglich.
Wagner war ein austromarxistischer Journalist, Gewerkschafter und Literat, der Zeit seines Lebens um die Demokratisierung von Staat und Gesellschaft kämpfte. Diese könne nur durch eine demokratisierte Menschenbildung gelingen. Mit diesem Buchprojekt werden erstmals verschüttete und auch verdrängte Theorieansätze zur Bildungstätigkeit der österreichischen Arbeiter:innenbewegung freigelegt. Leben und Werk dieses großen Volksbildners kann viel Erhellendes zu aktuellen Auseinandersetzungen um Demokratie und Emanzipation beitragen.
Brigitte Pellar ist überraschend am 25. März 2026 verstorben. Sie war eine akribische Historikerin, eine glühende Verfechterin der sozialen Demokratie und durch und durch ein politischer Mensch. Ruhe in Frieden!
Eine umfassende Würdigung ist hier nachzulesen:
https://www.oegb.at/themen/geschichte/in-memoriam-dr-brigitte-pellar