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Policy Brief: Digital sovereignty and a new multilateralism for the AI era

Foundation for European Progressive Studies / Karl-Renner-Institut / Fundación Pablo Iglesias/ Friedrich-Ebert-Stiftung / Fondation Jean-Jaurès / Olof Palme International Center / Fundación Avanza (ed.) 
Brüssel: 2026
24 Seiten

ISBN: 978-2-39076-053-5

Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Wesen globaler Macht und definiert die Souveränität im digitalen Zeitalter neu. In diesem Policy Brief wird untersucht, wie die Kontrolle über digitale Infrastrukturen – darunter Chips, Cloud-Computing, Datennetzwerke und algorithmische Systeme – zum neuen entscheidenden Faktor für geopolitischen Einfluss geworden ist.

Da die technologische Verflechtung zunehmend als Waffe eingesetzt wird, entstehen neue Verwundbarkeiten für Staaten und beispiellose Formen digitaler Abhängigkeit für Gesellschaften. Die Notwendigkeit einer neuen multilateralen digitalen Ordnung war daher noch nie so dringend wie heute.

Aufbauend auf den Rahmenvereinbarungen, die von den Vereinten Nationen durch den Zukunftspakt (Pact for the Future) und den Globalen Digitalen Pakt (Global Digital Compact) geschaffen wurden, argumentiert diese Analyse, dass Europa eine transformative Rolle beim Aufbau einer gemeinsamen digitalen Zivilisation spielen kann, die in demokratischen Werten, rechtebasierter Governance und nachhaltiger Entwicklung verwurzelt ist.

Durch die EuroStack-Vision und eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Globalen Süden kann Europa zu einer gerechteren digitalen Ordnung beitragen. Diese soll nicht auf Abhängigkeit, sondern auf Reziprozität, Vertrauen und der gemeinsamen Verpflichtung beruhen, KI, Daten und Rechenkapazitäten (Compute) als globale öffentliche Güter zu behandeln.