Policy Study: Housing the people: towards a new way of thinking about the democratic communities of the future
Publikation in englischer Sprache
Diese Policy Study, entstanden im Rahmen des FEPS Young Academics Network, untersucht, wie Gentrifizierung und die Wohnungskrise den Aufstieg rechtsextremer Einstellungen begünstigen und welche wohnungspolitischen Maßnahmen diesen Entwicklungen entgegenwirken können.
Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Gentrifizierung und dem Aufstieg der extremen Rechten in gentrifizierten und umkämpften Städten. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die aktuellen Wohnungskrisen wesentlich zum Anwachsen rechtsextremer Einstellungen in urbanen Räumen beitragen. Sie analysiert, wie sich die allgemeinen Herausforderungen für die Städte in der EU im Zusammenspiel von Gentrifizierung, sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten und sozialer Fragmentierung auswirken. Diese Dynamiken haben benachteiligte Bevölkerungsgruppen überproportional getroffen, indem sie deren Möglichkeiten politischer Teilhabe eingeschränkt und zugleich einen fruchtbaren Boden für die Unterstützung extrem rechter Akteur:innen geschaffen haben.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plädiert die Studie für politische Maßnahmen auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene. Sie sollen darauf abzielen, den negativen Auswirkungen der Gentrifizierung entgegenzuwirken, die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Wohnraum zu verbessern sowie lokale Gemeinschaften zu stärken.
Darüber hinaus analysiert die Studie politische Eingriffe auf unterschiedlichen Ebenen. Im Mittelpunkt stehen dabei
- die Neubewertung des Potenzials wohnungspolitischer Maßnahmen,
- die verbindliche Sicherung und der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus in den Mitgliedstaaten sowie
- die Einführung von Regelungen zum Schutz vor Verdrängung, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen vor spekulativen Praktiken auf dem Immobilienmarkt zu schützen.
Die Autor:innen
Francesco Trupia promovierte in Politischer Philosophie an der Universität Sofia „St. Kliment Ohridski“; Postdoktorand am CEU Democracy Institute in Budapest
Lilit Zeltsburg ist Forscherin sowie Politikberaterin im Senat der Niederlande.
Die Mentor:innen
Wissenschaftlicher Mentor: Carlo D'Ippoliti, Professor für politische Ökonomie an der Sapienza Universität in Rom
Politische Mentorin: Irene Tinagli, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Unterausschusses zur Wohnungskrise
Das FEPS Young Academics Network (YAN)
Die Studie ist im Rahmen des 9. Zyklus des FEPS Young Academics Network (YAN), eines internationalen Netzwerks für progressive Nachwuchswissenschafter:innen, entstanden. Dieses wird vom Karl-Renner-Institut und der Foundation for European Progressive Studies (FEPS), der sozialdemokratischen Stiftung auf europäischer Ebene, organisiert. Die Teilnehmer:innen des FEPS YAN erhalten die Möglichkeit, Forschung, politische Praxis und internationale Vernetzung miteinander zu verbinden. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 haben mehr als 450 junge Forscher:innen aus ganz Europa am YAN teilgenommen.
Projektleitung