Policy Study: How (not) to fight the far right
Publikation in englischer Sprache
Diese Policy Study, entstanden im Rahmen des FEPS Young Academics Network, untersucht, welche Strategien sozialdemokratische Parteien verfolgen können, um den Aufstieg und Einfluss rechtsextremer Parteien zurückzudrängen.
Diese Policy Study untersucht die Strategien, die europäische sozialdemokratische Parteien als Reaktion auf den Aufstieg rechtsextremer Parteien seit den 2010er-Jahren verfolgt haben. Auf Grundlage von weit über 100 wissenschaftlichen Studien werden daraus klare strategische Schlussfolgerungen für progressive Akteur:innen abgeleitet, die sich mit der Konkurrenz durch die extreme Rechte auseinandersetzen müssen.
Nach der Auswertung der wissenschaftlichen Forschung lassen sich folgende drei strategische Leitlinien erstellen:
- Sozialdemokratische Parteien müssen systematisch verstehen, warum rechtsextreme Narrative Anklang finden, indem sie soziale Missstände, Emotionen und Diskurs-Strategien analysieren – ohne jedoch rechtsextreme Deutungsmuster zu übernehmen.
- Sie müssen die Fähigkeit zurückgewinnen, politische Themen zu setzen, indem sie jene Bereiche in den Vordergrund rücken, in denen sie seit Langem über Glaubwürdigkeit verfügen, insbesondere Wohlfahrtsstaat, Umverteilung und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Zudem sollen sie sich nicht auf Debatten einlassen, die von der extremen Rechten nach deren eigenen Maßstäben vorgegeben werden.
- Sozialdemokratische Parteien benötigen eine positive, zukunftsorientierte Vision, die eine inklusive kollektive Identität mit einer glaubwürdigen Agenda für Verteilungsgerechtigkeit verbindet und politische Inhalte wieder stärker mit kollektiven Emotionen verknüpft.
Die Autor:innen
José Berna promovierte im Fach Medien, Kommunikation und Kultur an der Universitat Autònoma de Barcelona.
Lorenzo Catalano ist PhD-Kandidat in Wirtschaftswissenschaften an der KU Leuven.
Antonis Galanopoulos promovierte in Politikwissenschaft an der Aristoteles-Universität Thessaloniki und ist Politikwissenschaftler bei Eteron, Athen.
Max Münßinger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und PhD-Kandidat an der FAU Erlangen-Nürnberg.
Dilay Süslü ist PhD-Kandidatin in Politikwissenschaft an der Universität von Surrey.
Simon Weiser ist PhD-Kandidat an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Mentor:innen
Wissenschaftliche Mentorin: Daphne Halikiopoulou, Professor of Comparative Politics an der University of Reading
Politischer Mentor: Mathias Ecke, Mitglied des Europäischen Parlaments, SPD
Das FEPS Young Academics Network (YAN)
Die Studie ist im Rahmen des 9. Zyklus des FEPS Young Academics Network (YAN), eines internationalen Netzwerks für progressive Nachwuchswissenschafter:innen, entstanden. Dieses wird vom Karl-Renner-Institut und der Foundation for European Progressive Studies (FEPS), der sozialdemokratischen Stiftung auf europäischer Ebene, organisiert. Die Teilnehmer:innen des FEPS YAN erhalten die Möglichkeit, Forschung, politische Praxis und internationale Vernetzung miteinander zu verbinden. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 haben mehr als 450 junge Forscher:innen aus ganz Europa am YAN teilgenommen.
Projektleitung