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Nach den Parlamentswahlen, vor den Präsidentschaftswahlen: Politische Lage im Kosovo

Experten analysieren die Situation im Kosovo

Nachdem die vorgezogenen Parlamentswahlen am 28. Dezember 2025 im Kosovo mit einem klaren Sieg der linken Vetëvendosje-Partei endeten, verfügt der bisherige geschäftsführende Premierminister Albin Kurti mit seinen Partnern sowie einigen Minderheitenparteien über die notwendige stabile Mehrheit im Parlament. Am 11. Februar wurde seine neue Regierung im Amt bestätigt. Damit ist die innenpolitische Blockade im Land vorerst beendet. Nach den regulären Parlamentswahlen im Februar 2025 war Kosovo über mehrere Monate politisch gelähmt, da sich Kurti und die Oppositionsparteien nicht auf eine neue Regierungsmehrheit einigen konnten.

Kurtis Erfolg schafft nun die Grundlage für eine stabilere Regierung, doch stehen dem Land die größten Herausforderungen erst bevor: die Verabschiedung eines neuen Haushalts für 2026, die Unterzeichnung internationaler Verträge, Kreditabkommen mit der Weltbank und der EU in Höhe von rund einer Milliarde Euro, die Normalisierung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und zur Europäischen Union, die Fortführung der Verhandlungen mit Belgrad sowie die innenpolitische Integration der serbischen Minderheit, die auch diesmal mehrheitlich für die nationalistische Srpska Lista gestimmt hat.

Im März wählt das kosovarische Parlament zudem eine neue Staatspräsidentin oder einen neuen Staatspräsidenten. Die amtierende Präsidentin Vjosa Osmani hat dabei gute Chancen auf eine Wiederwahl, zumal ihre Partei mit jener von Kurti verbündet ist.

In der überwiegend deutschsprachigen Podiumsdiskussion soll die innenpolitische Lage nach einem turbulenten Jahr – mit Blick auf Kosovos Rolle auf dem Westbalkan sowie auf die wirtschaftliche Situation des Landes – gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutiert werden.

Begrüßung

Friedrich Faulhammer
Vorstandvorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)

Briefing (auf Englisch)

Donika Emini
Centre for Southeast European Studies, Universität Graz / Balkans in Europe Policy Advisory Group

Diskussion (auf Deutsch)

Bekim Baliqi
Universität Pristina

René Schlee
Europäisches Forum Alpbach

Frauke M. Seebass
Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

Moderation

Péter Techet
Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), Wien

 

Die Diskussion findet in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa und dem Campus Tivoli statt.

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