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Parlamentswahlen in Bosnien und Herzegowina

Experten analysieren die Situation in Bosnien und Herzegowina

Am 4. Oktober 2026 finden die allgemeinen Wahlen in Bosnien und Herzegowina statt. Die komplexe Verfassungsstruktur mit den beiden Entitäten – der Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH) und der Republika Srpska (RS) – sowie dem Sonderverwaltungsgebiet Brčko trägt dem Zusammenleben der drei konstitutiven Völker, Bosniak:innen, Kroat:innen und Serb:innen, Rechnung. Gleichzeitig schafft sie ein System, das politische Entscheidungsprozesse erschwert und Konflikte entlang vermeintlicher ethnischer Differenzen begünstigt.

Vor den Wahlen steht das Land vor vielen politischen Herausforderungen: Die separatistischen Bestrebungen der Führung in der Republika Srpska, die Forderungen nach einer stärkeren kroatischen „Eigenständigkeit“ innerhalb der Föderation sowie die anhaltenden institutionellen Blockaden stellen die Funktionsfähigkeit des Gesamtstaates auf die Probe. Die Innenpolitik ist weiterhin maßgeblich ethnisch gespalten (trotz des Bestehens von gesamtstaatlich orientierten Parteien) – eine grundlegende Reform des diesem System zugrundeliegenden Friedensvertrages von Dayton (1995) erscheint jedoch derzeit kaum realistisch. Zugleich hat die EU grünes Licht für die Beitrittsverhandlungen mit dem Land gegeben, jedoch noch kein Verhandlungsmandat beschlossen. Die institutionelle Blockade behindert die Umsetzung notwendiger Reformen und somit auch den EU-Beitrittsprozess.

Vor diesem Hintergrund laden das Karl-Renner-Institut, das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) und der Campus Tivoli zu einer Podiumsdiskussion über die politische Lage vor den Wahlen und die Aussichten danach ein.

Begrüßung

Maximilian Santner
Campus Tivoli, Wien

Briefing

Péter Techet
Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien

Gespräch mit

Vedran Džihić
Österreichisches Institut für Internationale Politik, Wien

Larissa Lojić
Western Balkan Initiative, International Institute for Peace, Wien 

Vahidin Preljević
Universität Sarajevo

Moderation

Péter Techet
Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien

Die Diskussion findet in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa und dem Campus Tivoli statt.

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